Über Thai-Massagen

Geschichte der Massage

Die Massage ist eine der ältesten Therapieformen und in fast jeder Kultur bekannt. Die ältesten erhaltenen Schriften, in denen die Massage Erwähnung findet, stammen aus dem Alten Ägypten und China. Im Kanon Nei Thing Sou Wen, der auf 3 700 v. u. Z. datiert, ist von Akupunktur und Akupressur die Rede. Massagen werden auch in konfuzianischen Schriften erwähnt. Die Massagekunst entdeckten außerdem die Perser, die Babylonier und die Assyrer. Auch bei den alten Griechen und Römern ging es nicht ohne Massagen, Körperkultur und Hygiene waren in dieser Ära auf einem hohen Niveau. Der römische Arzt Galenus massierte Gladiatoren, die Vorbereitung auf den Einzug in die Arena unterschied sich dabei von ihrer Behandlung nach dem Kampf (falls sie ihn überlebten).

Das Wort Massage wird meist vom griechischen massein oder arabischen mas (reiben, kneten) abgeleitet. Aus dem Alten China verbreitete sich die Massagekunst später über Indien nach Thailand, wo sie heimisch geworden ist.

2000 Jahre Erfahrung

Die Kunst der Thai-Massage wird in fast unveränderter Form seit über 2000 Jahren praktiziert. Als Begründer gilt Buddhas enger Freund, der Arzt Jivaka. Seine Heilmethoden, ergänzt um traditionelle chinesische Medizin und auch das indische Ayurveda, entwickelten buddhistische Mönche in thailändischen Tempeln weiter. Gerade der Kontakt zu weltbekannten Heilkünsten beeinflusste den Charakter der Thai-Massagen vom Altertum bis heute. Die Thai-Massage beruht auf der Theorie der inneren Energiebahnen (Sen), über die wir den eigenen Körper mit Lebensenergie versorgen. Durch sanfte Bearbeitung der Energiezentren und Dehnen wird der Energiefluss im gesamten Organismus angeregt.

Die Thai-Massage lindert Schmerzen und baut Stress ab. Sehr oft wird sie auch als regelmäßige Prävention und zum Schutz der Gesundheit genutzt. Sie löst Verspannungen, stärkt das Nervensystem, macht den Kopf frei und sorgt für ein harmonisches Gefühl. Thai-Massagen bringen den Körper wieder ins Gleichgewicht.

Stile und Schulen

In der thailändischen Massagekunst können zwei Grundstile bzw. Schulen unterschieden werden. Der sog. Nord-Stil wird in der nordthailändischen Stadt Chiang Mai gelehrt. Charakteristisch für ihn ist eine langsame, allmähliche Entspannung. Er hat einen eigenen Rhythmus und gilt allgemein im Vergleich zum sog. Süd-Stil als sanfter. Er ist stärker auf die Bearbeitung der Energiebahnen ausgerichtet. Bastion des Süd-Stils ist das Kloster Wat Pho in Bangkok. Dieser Stil ist rasanter, setzt stärker auf Dehntechniken und hat ein schnelleres Tempo.

Heutzutage ist jedoch ein Vermischen beider Stile zu beobachten, und jeder Masseur praktiziert seinen eigenen individuellen Stil.

Indikationen oder Warum Thai-Massage?

  • Löst Verspannungen, tiefe Entspannung, Erholung für Körper und Geist
  • Befreit Muskeln und Gelenke von Schmerzen und Starrheit
  • Stimuliert Blutkreislauf und Lymphsystem
  • Aktiviert den Energiefluss im Körper
  • Verbessert die Beweglichkeit der Gelenke und Flexibilität der Sehnen
  • Unterstützt das Immunsystem und die Widerstandsfähigkeit des Organismus
  • Regt die Tätigkeit innerer Organe an
  • Ausgezeichnete Hilfe bei der Bewältigung von Stress, Anspannung und Überarbeitung
  • Hilft bei Depressionen, Migräne und Schlaflosigkeit
  • Regt das Verdauungssystem an, beschleunigt den Metabolismus und die Ausscheidung von Schadstoffen aus dem Körper

Kontraindikationen oder Wann sollte von einer Thai-Massage besser abgesehen werden?

  • Bei akuten Erkrankungen oder posttraumatischen Zuständen
  • Während Menstruation und Wochenbett – ausgenommen Spezialmassagen Healthy Mum für junge Mütter
  • Die klassische Thai-Massage ist nicht für Schwangere geeignet, denen wir unsere Spezialmassage Pregnancy empfehlen.
  • Bei Bluthochdruck und Herzerkrankungen
  • Bei Osteoporose, akuten Entzündungen, Viruserkrankungen und Hautkrankheiten
  • Bei übermäßigem Genuss von Alkohol, Betäubungsmitteln oder Linderungsmedikamenten
  • Bei ausgeprägten Problemen mit Krampfadern